Archiv des Autors: Martin

Abnehmen mit Verstand

Abnehmen – es gibt Dinge, die absolut nichts bringen

Sieht man sich im Internet um, dann stößt man immer wieder auf die sogenannten „Abnehmtipps“, welche entweder gar nichts bewirken oder im schlimmsten Fall nur eines bewirken:
Gewichtszunahme – oder sie schaden der Gesundheit. Das gilt nicht nur für übergewichtige Erwachsene, sondern ganz besonders für übergewichtige Kinder. Das heißt kurz und bündig, Finger weg von den folgenden Abspeckdiäten:

    • Die meisten Diäten versprechen mehr als sie halten können, dabei spielt es keine Rolle ob es die Low Fat oder Low Carb Diäten beispielsweise sind. Auch wenn man eventuell für kurze Zeit einen Erfolg verzeichnen kann, sind Diäten in jeglicher Form absolut ungeeignet für Kinder und Jugendliche. Selbiges gilt auch für Medikamente und Diätpulver! Es ist nur eine einzige Alternative sinnvoll und das ist, die Ernährung dauerhaft umzustellen auf eine gesündere Ernährungsform, sowie ein sinnvolles Essverhalten zu erlernen und sich mehr zu bewegen.
  • Es gibt ein altes Sprichwort, das heißt: „Das Gras auf der anderen Seite des Zauns ist immer grüner“ oder ganz einfach ausgedrückt: Man sehnt sich immer nach dem am meisten, was man gerade nicht besitzt oder nicht darf. Damit soll gesagt werden, das, wenn Verbote über Chips & Co ausgesprochen werden, das nur zur Folge hat, das Heißhungerattacken aufkommen, die unkontrollierbar sind. Der Gedanke „keine Gummibärchen essen“ ist der Gedanke an Gummibärchen und macht einfach noch mehr Lust darauf. Es ist wesentlich besser, die süßen Sünden in kleinen Wochenrationen zu erlauben, denn was knapp ist, wird mehr geschätzt und somit schmeckt es doppelt so gut.
  • Es gibt kein Frühstück – das ist falsch! Denn am Morgen ist der Energiespeicher des Körpers leer, und wenn das Kind/Jugendliche ohne Frühstück aus dem Haus geht, dann erleidet es am Vormittag einen ordentlichen Leistungsabfall und das nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Zudem hilft es überhaupt nicht, ein Verbot für das Frühstück auszusprechen, wenn abgenommen werden soll. Denn wer nicht frühstückt, der langt über Tag wesentlich öfter zu, das heißt, der Körper holt sich dann das, was er morgens nicht bekommen hat.
  • Die Werbung und Hersteller preisen gern die Light- und Diätprodukte an. Aufgrund der Versprechungen wird dann auch gern die doppelte Portion vertilgt, da man ja guten Glaubens ist, das man davon nicht dick wird! FALSCH, ABSOLUT FALSCH! Ist ein Produkt mit dem Wort „Diät“ beschriftet, dann ist es nur für die Menschen gedacht, die beispielsweise an Diabetes erkrankt sind. Diese Produkte enthalten oftmals genau so viele Kalorien wie die normalen Produkte. Die Aufschrift „Light“, das bedeutet zwar, dass diese Produkte mindestens 30% weniger Energie enthalten, aber das heißt nicht automatisch, das sie auch gesund sind.

Erwähnenswert ist hier, das die fettreduzierten Produkte tatsächlich weniger Fett enthalten, aber das heißt noch lange nicht, das sie auch weniger Energie besitzen. Denn durch den Zusatz von Zucker wird die Geschmackseinbuße ausgeglichen.


  • Erst Sport und dann das Fast Food oder auf Süßes & Co ganz brav verzichten aber sich den ganzen Tag nicht bewegen. Wenn ernsthaft Gewicht verlorengehen soll, dann heißt es konsequent sein und das bei der Ernährung und beim Sport.

 

Richtig essen lernen

Richtig essen lernen

„Wenn du deinen Teller nicht leer isst, dann wird es morgen regnen!“

belegte BroetchenWir alle kennen diesen Spruch nur zu gut, er hat nicht nur unsere Kindheit begleitet, sondern auch die unserer Kinder. So sollen die Kinder dazu motiviert werden, das sie den Teller brav leer essen und zumeist kommt dieser Spruch von den Großeltern oder aber überfürsorglichen Müttern. Doch FALSCH, denn dadurch lernen die Kinder ein ganz falsches Essverhalten! Kinder sollten ihre Portionen mitentscheiden können und die Nahrungsaufnahme nicht als einen Prozess ansehen, der vorgegeben wird. Denn nur so können sie den Genuss am Essen erlernen und die Empfindung von Hunger und Sättigung tritt nicht in den Hintergrund.

Als Eltern sind wir Vorbilder, und gerade wenn es um das Essverhalten unserer Kinder geht, treten wir in eine wichtige Vorbildfunktion ein. Kinder von übergewichtigen Eltern beispielsweise sind eher gefährdet auch an Übergewicht zu leiden, wie die von schlanken Eltern.

Den Kindern Vielfältigkeit bieten

Es ist wichtig, dass den Kindern eine große Vielfalt an Lebensmitteln angeboten wird und man sollte sie auch selbst entscheiden lassen, was ihnen schmeckt und was nicht. Steht nur Fast Food, Pizza und andere einseitige Kost auf dem Speiseplan, dann erhält der Körper nicht die Nährstoffe, die er benötigt.

Wenn das eigene Kind an Übergewicht leidet, dann heißt es gemeinsam durch dick und dünn zu gehen. Hier sollte die Familie zusammenhalten und die Essgewohnheiten anpassen. So fühlt sich das Kind nicht ausgegrenzt und der angenehme Nebeneffekt ist, dass alle Familienmitglieder von der Veränderung in der Ernährung profitieren. Übergewichtige Kinder müssen wieder lernen, dass sie ihrem Körper vertrauen können und auch nur dann zu essen, wenn sie wirklich hungrig sind und nicht, weil Langeweile aufkommt oder Zeit ist etwas zu essen.

Mit dem Pausenbrot anfangen

gesundes Sandwich für die SchulpauseViele Kinder ziehen es vor, ihre Mahlzeit nach dem eigenen Geschmack zu kaufen, besonders wenn die Eltern berufstätig sind. Doch Kinder sind geistig und körperlich aktiv und so benötigen sie in den Schulpausen eine ausgewogene Mahlzeit. Die oftmals fetten und mächtigen Mahlzeiten, wie Süßgetränke und Kaffeestückchen aus der Bäckerei machen träge und auch das Hungergefühl kommt schnell wieder zurück.

Wer seinem Kind etwas Gutes tun will, der gibt ihm ein gesundes Lunchpaket, welches aus Sandwich und Früchten besteht, mit in die Schule.

Wichtig ist hier, dass man sich an dem Geschmack der Kinder orientiert. Denn wenn es auch noch mit so viel Guten willen gepackt ist, aber dem Geschmack des Kindes nicht entspricht, wird es zu 100% in der Tonne landen.

Ein solches Lunchpaket zu packen ist nicht umständlich und zeitaufwendig. Hier einfach die Zutaten vom Abendbrot nutzen und das Sandwich belegen. Es ist auch möglich dieses schon am Vorabend fertigzustellen. Somit kostets es am nächsten Morgen keine zusätzliche Zeit.

Wechseln von Wurst mit viel Fett, auf die gesünderen und mageren Versionen aus Hähnchen oder Pute. Einmal die Woche darf ruhig Wurst auf dem Brot landen, doch ebenso sollte darauf geachtet werden, dass sich das Kind ein paar Tage vegetarisch ernährt. Denn häufig besteht das Mittagessen oder das Abendbrot aus Fleisch oder Wurst.

Das Weiss- oder Toastbrot gegen ein Brot oder ein Brötchen aus Vollkornanteilen austauschen. Dadurch hält das Sättigungsgefühl länger an.

Doch das Kind benötigt nicht nur Kohlenhydrate, sondern auch Eiweiße. So sind Milchprodukte, wie beispielsweise Quark oder Käse ideal. Niemals sollte die Margarine oder die Butter unterschätzt werden, denn diese beiden decken den Tagesbedarf an den ungesättigten Fettsäuren.

Besonders wichtig sind Vitamine. Unbedingt Obst oder frisches Gemüse in die Lunchbox packen. Wird dieses verschmäht, evtl. aus Prinzip, dann sollte man versuchen, diese Zutaten auf dem Sandwich zu verwenden. So wurde schon so mancher Widerstand gebrochen. Ist das Kind noch kleiner, dann ist eine Möglichkeit kleine Obst- und Gemüseschnitzereien anzufertigen.


Auf keinen Fall das Naschen verbieten!
Doch es sollte in geregeltem Maße geschehen. Oft ist es auch erfolgreich dem Kind zwischendurch Trockenfrüchte oder Weintrauben als Leckerei anzubieten.

In dem nächsten Artikel gehen wir auf das Kochen mit dem Kind ein und bringen viele leckere Rezepte, die den Kleinen und Großen mit Sicherheit schmecken!